Sensemann

 

Schlaft ihr Leut'

und träumt fein stille

Sensemann sieht zu

Er versammelt seine Heere

Gibt am Morgen seinen Gruß

 

Wolkenschlösser

Lässt er euch bauen

Sensenmann ist froh

Er bereitet dann erst Sorgen

Wenn die Nacht einmal vorbei

 

Unser Paradies soll

In den Wolken liegen

Sensemann stimmt zu

Seine Reiche hier auf Erden

Keine Schlösser In der Luft

Sensemann sieht zu - Sensemann bist du-

Sensemann ist er

Sensemann - Sensemann – Sensemann

Er lässt dich träumen von Reichtum und Glück

Er lässt dich arbeiten von morgens bis abends

Für sich - nur für sich

Sein Reichtum ist kein Traum

Er will immer mehr - und mehr - und mehr

Seine Heere stehen bereit, sein Glück zu verteidigen

Die Soldaten, die schießen. Von morgens bis

abends. Hier – Überall

Die Kanonen, die donnern immer stärker

Immer lauter - und lauter - und lauter

Dein Traum zerplatzt. Endgültig. Dein Schloss ist zerstört.

Du schreist um Hilfe. Zu spät – zu spät

Er hat dich geweckt - Er hat dich - Er hat - Er

Oder du ihn

Oder du - du - du, da - Hey du da

Nimm ihn doch den Sensemann.

Nimm ihn den Mann. Schieß doch selber

Schieß ihn um den Scheißer.

Weck doch du ihn. Nimm ihn Mann

Sens ihn um! Sense, sense, sense, Mann! Sense um den

Sensemann!

 

Text: Stefan Josefus

Musik: Franz K

 

 

Das goldene Reich

 

Ich hör´die Freunde in den Straßen schreien

Ich hör´sie fluchen über ihre Welt

Ich schrei´mit euch, es ist zuviel

Dies miese Leben macht uns ganz kaputt

 

Ich erzähl´euch über mein Leben

Ich erzähl´euch über meine Furcht

Furcht aller Menschen, im Dreck zu leben

Doch Worte reichen allein nicht aus

 

So lasst uns das tun in dieser Lage

Was uns allein noch übrig bleibt

Laßt uns diese Welt zerstören

Weil sie uns fertigmachen will

Heißt: kämpfen, Brüder

 

Mit diesem Ziele lässt sich nun leben

Mit diesem Ziele gibt es eine Chance

Es gibt ein Ende - durch uns selber

Doch Worte reichen allein nicht aus

 

So lasst uns zusammenstehen

Weil einer allein nichts schaffen kann

Heißt: Kämpfen, Brüder

 

Hör - du arbeitest - du schuftest

Kriechst zu Kreuze ihnen

Und kommst zu nichts

Ja ausgebeutet, ausgeplündert

Paßt du dich ihnen an

Ja hoffnungslos in deiner Lehre

Vegetierst du dahin

Und kommst zu nichts

Die anderen haben die Macht

Die Herren und ihre Spießgesellen

Sie verdienen und du bist ein Nichts

Deine Lehre ist ein Dreck

Die Gesetze - die Industrie saugen dich aus

Und du nimmst es hin

Die Herren sind die Gesetze

Und die Gesetze schreiben es vor

Du bist mager - du hast Hunger

Das schreiben die Gesetze vor

Und die Gesetze sind die Herrn

Sie werden immer dicker

Sie werden immer reicher

Und du kommst zu nichts

Und das schreiben sie vor

Und das nimm nicht mehr hin

Und das nimm nicht mehr hin

 

Hör - es gibt eine Zeit ohne Dreck - hier bei uns

Das ist ein Reich in dieser Welt nur für uns

Du bist selber Meister - bestimmst deinen Lohn

Du hast Freizeit, Erholung und

Du gehst spazieren - und lachst dabei

Du hast Ziele, Pläne

Denkst an gestern und hast keine Furcht

Du träumst und kannst lachen

Ja - die neue Welt ist voll davon

Ja - die neue Welt ist ein goldenes Reich

Aber jetzt - nichts davon - ein großer Mist

Hör - du arbeitest - du schuftest

Kriechst in den Arsch ihnen

Und du kommst zu nichts

Du besäufst dich - du machst Krach

Du und auch ich

Schreist und kannst nichts machen

Denn du bist allein

Das kann anders sein

Wenn wir jetzt zusammen stehn

Und das nicht mehr auf uns nehmen

Ja - das hat ein End durch uns allein

Das goldene Reich kommt aus unsern Reihn

Das kann anders sein - stellt euch das mal vor

Denn du hast die Chance - nimm sie und sei froh

Alles das - wenn wir jetzt zusammenstehen

 

Hör - du arbeitest, du schuftest

Doch du bist dein eigener Herr

Und kommst zu Glück

 

Du hast freie Zeit und ein eigenes Reich

Angst, Furcht, Sorg und Schmerz

Gibt es dann nicht mehr

Alles das - wenn wir jetzt zusammen stehn

 

Hör - du arbeitest du schuftest

Doch du bist dein eigner Herr

Und kommst zum Glück

Ja - alles das - wenn wir jetzt zusammen stehn

 

Text: Stefan Josefus

Musik: Franz K